Emotionale Intelligenz testen: Wie stark ist Ihr EQ – und wie wirksam ist Ihr Umgang mit Stress?

Die Abbildung zeigt dier Ergebnisse eines emotionalen Intelligenz-Tests (EQ-Test) mit Stärken und Schwächen dieser Testperson

Warum bleiben manche Menschen auch unter Druck klar, handlungsfähig und innerlich stabil – während andere schneller blockieren oder aus dem Gleichgewicht geraten? Der Unterschied liegt oft nicht im Fachwissen oder im IQ, sondern darin, wie gut Menschen ihre Emotionen wahrnehmen, steuern und für sich nutzen – und wie sie mit Stress umgehen.

Diese Zusammenhänge wurden in mehreren empirischen Studien untersucht und in Fachbüchern dokumentiert, unter anderem in „Führungstalente objektiv beurteilen“ (Springer Gabler, 2024) sowie in „Empathie in der Führung“ (Springer, erscheint 2026). Die dort gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage der hier eingesetzten Testverfahren.

Auf dieser Seite finden Sie zwei valide Online-Tests mit unterschiedlichem Fokus:

1. Wie stark sind Ihre emotionalen Fähigkeiten (EQ) im Vergleich zu anderen?

2. Nutzen Sie überwiegend wirksame oder eher unwirksame Methoden im Umgang mit emotionalem Stress?

Beide Tests wurden für den beruflichen Kontext entwickelt und validiert, sodass sie eine realistische Einordnung der eigenen Ergebnisse ermöglichen. Die Teilnahme ist anonym und ohne Registrierung.

Warum ein emotionaler Intelligenztest entscheidend ist

Emotionale Intelligenz lässt sich nur dann gezielt entwickeln, wenn man die eigenen emotionalen Stärken und Schwächen kennt. Ein valider EQ-Test erfüllt dabei dieselbe Funktion wie eine medizinische Diagnose: Ohne eine präzise Bestandsaufnahme bleibt jede Form von Training, Coaching oder Selbstoptimierung unscharf und wenig wirksam.

Unsere Forschung zeigt, dass emotionale Belastungen, Stress und Energieverlust selten „zufällig“ entstehen. Sie sind die Folge bestimmter emotionaler Gewohnheiten – etwa wie Gefühle wahrgenommen, interpretiert und reguliert werden. Erst wenn klar ist, welche emotionalen Kompetenzen bereits gut ausgeprägt sind und welche ungenutzt bleiben, lassen sich gezielte und wirksame Entwicklungswege einschlagen.

Die folgenden beiden Tests liefern dafür eine wissenschaftlich fundierte Diagnose. Sie zeigen, wie Sie emotionale Intelligenz konkret nutzen – entweder als Quelle von Tatkraft und Energie oder zur wirksamen Bewältigung emotionaler Belastungen.

FAQ: Emotionale Intelligenz Test

Was misst ein emotionaler Intelligenz Test?

Ein emotionaler Intelligenz Test erfasst, wie gut jemand mit eigenen und fremden Gefühlen umgeht. Im Mittelpunkt stehen dabei konkrete emotionale Fähigkeiten – etwa das Erkennen, Verstehen und gezielte Beeinflussen von Emotionen. Gemessen wird nicht, wie jemand sein möchte, sondern wie er emotionale Situationen typischerweise erlebt und bewältigt.

Ist dieser emotionale Intelligenz Test wissenschaftlich fundiert?

Ja. Beide hier angebotenen Tests basieren auf etablierten psychologischen Modellen der Emotionsforschung und wurden mit großen Stichproben von mehreren Tausend Personen empirisch überprüft. Sie erfüllen zentrale Gütekriterien wie Objektivität, Reliabilität und Validität und sind für den deutschsprachigen Kultur- und Arbeitskontext entwickelt worden.

Worin unterscheiden sich diese Tests von kostenlosen Online-EQ-Tests?

Viele kostenlose EQ-Tests liefern lediglich eine grobe Selbsteinschätzung oder eine Punktzahl ohne Vergleichsmaßstab. Die hier eingesetzten Tests erfassen konkrete emotionale Kompetenzen und Bewältigungsmuster und ermöglichen einen Vergleich mit normierten Referenzstichproben. Dadurch lassen sich Stärken, Risiken und Entwicklungsfelder deutlich präziser erkennen.

Warum gibt es zwei unterschiedliche Tests zur emotionalen Intelligenz?

Emotionale Intelligenz kann auf unterschiedliche Weise genutzt werden – und entsprechend auch unterschiedlich gemessen werden.

  • Der erste EQ-Test erfasst acht emotionale Kompetenzen (Stärken und Schwächen), die als Quelle von Tatkraft, Energie und Handlungsfähigkeit wirken. Er zeigt, inwieweit jemand Emotionen konstruktiv nutzt, um Ziele zu verfolgen, Entscheidungen umzusetzen und Herausforderungen aktiv anzugehen (Umsetzungsstärke).
  • Der zweite EQ-Test fokussiert auf den Umgang mit emotionalen Belastungen, die Stress verursachen können. Er zeigt, welche Bewältigungsmuster eine Person bevorzugt – und ob diese Strategien eher wirksam oder hinderlich sind.

Die nachfolgende Grafik zeigt exemplarisch die Testergebnisse einer Person, die überwiegend wenig hilfreiche Bewältigungsstrategien nutzt (z. B. Grübeln, Selbstvorwürfe oder Übertreiben), während wirksame Methoden wie Akzeptieren, problemlösendes Handeln oder eine konstruktive Neubewertung von Situationen zu wenig eingesetzt werden. Hinzu kommt eine schwach ausgeprägte Umsetzungskompetenz, die es zusätzlich erschwert, hilfreiche Strategien konsequent im Alltag anzuwenden.

EQ Test 2 - emotionale Belastungen und Stress

Abbildung: Beispielhafte Ergebnisdarstellung des EQ-Tests zum Umgang mit emotionalen Belastungen und Stress


Was erhalte ich nach dem Test?

Sie erhalten keine bloße Punktzahl, sondern ein differenziertes Profil Ihrer emotionalen Kompetenzen bzw. Bewältigungsgewohnheiten. Dieses Profil zeigt, welche Fähigkeiten bereits gut ausgeprägt sind, welche Stress reduzieren oder verstärken können und wo gezielte Entwicklung sinnvoll ist.

Kann man emotionale Intelligenz verbessern?

Ja. Emotionale Intelligenz wird hier als Kompetenz verstanden – nicht als festes Persönlichkeitsmerkmal. Kompetenzen lassen sich durch bewusste Übung, Training und Reflexion weiterentwickeln. Voraussetzung dafür ist jedoch eine valide Diagnose, die zeigt, welche emotionalen Fähigkeiten gestärkt werden sollten.

Ist der Test anonym?

Ja. Beide Tests können ohne Registrierung und anonym durchgeführt werden. Es ist keine Angabe von Namen oder E-Mail-Adresse erforderlich. Die Testergebnisse können Sie als PDF herunterladen und zusätzlich von KI-Systemen interpretieren lassen. 

Für wen ist ein emotionaler Intelligenz Test besonders sinnvoll?

Ein emotionaler Intelligenz Test ist besonders hilfreich für Menschen, die

  • unter Stress, innerer Unruhe oder emotionaler Erschöpfung leiden,
  • ihre emotionale Selbststeuerung verbessern möchten,
  • im Beruf mit Konflikten, Führung oder hoher Verantwortung konfrontiert sind,
  • oder ihre persönliche Wirksamkeit und Energie steigern wollen.

Welche typischen Missverständnisse gibt es zur emotionalen Intelligenz?

  • „Emotionale Intelligenz bedeutet, immer nett zu sein.“ – Nein. Es geht um wirksamen, situationsangemessenen Umgang mit Emotionen.
  • „Emotionen sollen ausgeschaltet werden.“ – Nein. Entscheidend ist das Erkennen, Verstehen und gezielte Beeinflussen von Emotionen.
  • „EQ ersetzt IQ.“ – Nein. Emotionale Intelligenz ergänzt kognitive Fähigkeiten, ersetzt sie aber nicht.

Emotionale Intelligenz entfaltet ihre Wirkung dort, wo sie im Alltag als Quelle von Energie, Tatkraft und Handlungsfähigkeit genutzt wird. Der folgende Test zeigt, wie Ihre emotionalen Kompetenzen in dieser Hinsicht ausgeprägt sind.

Eine ausführliche Definition, theoretische Einordnung und empirische Grundlagen zur emotionalen Intelligenz finden Sie auf der

Hauptseite zur emotionalen Intelligenz.

Emotionale Intelligenz als Quelle von Energie und Tatkraft

Dieser emotionale Intelligenz Test erfasst, wie Ihre emotionalen Kompetenzen zusammenspielen, um Belastungen zu bewältigen und positive Energie aufzubauen. Gemessen werden acht zentrale emotionale Fähigkeiten, die bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt sind und je nach Situation eine unterschiedliche Rolle spielen.

Der Test liefert ein individuelles Stärken-Schwächen-Profil Ihrer emotionalen Kompetenzen im Vergleich zu mehreren Tausend Personen, die diesen Test bereits absolviert haben. Dadurch wird sichtbar,

  • welche emotionalen Fähigkeiten Sie in belastenden Situationen stärken,
  • welche Kompetenzen bislang ungenutzt bleiben,
  • und wo emotionale Muster Energie kosten statt sie zu erzeugen.

Diese differenzierte Diagnose bildet die Grundlage für eine gezielte Weiterentwicklung emotionaler Intelligenz – etwa um emotionale Belastungen wirksamer zu meistern, die Arbeits- und Lebensfreude zu steigern und die eigene Handlungsfähigkeit unter Druck zu erhalten.

>> Link zum Online Fragebogen des EQ-Tests (Stärken und Schwächen Ihrer acht emotionalen Kompetenzen) 


Emotionale Belastungen wirksam bewältigen – Stress verstehen und reduzieren

Emotionale Belastungen entstehen nicht allein durch äußere Anforderungen, sondern vor allem durch die Art und Weise, wie Situationen emotional verarbeitet werden. Menschen unterscheiden sich darin, welche Strategien und Gewohnheiten sie nutzen, um mit Stress, Frustration oder innerer Anspannung umzugehen – einige davon sind wirksam, andere verstärken die Belastung eher.

Dieser Test zeigt, zu welchen Bewältigungsmustern Sie in emotional belastenden Situationen neigen. Er macht sichtbar,

  • welche Strategien Ihnen helfen, emotionale Spannungen abzubauen,
  • welche Gewohnheiten Stress verlängern oder verstärken können,
  • und wo ungenutzte Potenziale zur Entlastung liegen.

Die Auswertung erfolgt im Vergleich zu mehreren Tausend Personen, die diesen Test bereits durchgeführt haben. Dadurch wird erkennbar, welche Ihrer Bewältigungsstrategien im Alltag besonders effizient sind – und welche sich langfristig als hinderlich erweisen können.

Der Test liefert damit eine fundierte Grundlage, um emotionale Belastungen nicht nur auszuhalten, sondern gezielt zu überwinden und Stress wirksamer zu reduzieren.

>> Link zum Online-Fragebogen des EQ-Tests zur Bewältigung von Stress durch emotionale Belastungen 


Emotionale Belastungen zehren an unserer Tatkraft und Energie. Deshalb ist es besonders wichtig, Methoden anzuwenden, die Ihre leere Batterie wieder aufladen. Ergänzend zu Ihrem Testergebnis empfehlen wir den praxisnahen Leitfaden "Energie tanken: So laden Sie Ihre Batterien wieder auf". 

Zusammenfassung

Emotionale Intelligenz entfaltet ihre Wirkung nur dort, wo sie konkret verstanden und gezielt genutzt wird. Die beiden Tests ermöglichen eine differenzierte, wissenschaftlich fundierte Standortbestimmung – entweder mit Blick auf Tatkraft und emotionale Energie oder auf den wirksamen Umgang mit Stress und Belastung. Erst auf dieser Grundlage lassen sich emotionale Kompetenzen gezielt weiterentwickeln.


Gütekriterien der beiden EQ-Tests

Die folgenden Gütekriterien dokumentieren, dass es sich bei beiden Verfahren nicht um allgemeine Online-Tests, sondern um empirisch geprüfte psychologische Messinstrumente handelt. Sie dienen der Transparenz für Fachleute, Unternehmen und alle, die Wert auf valide Diagnostik legen.

EQ-Test 1: Die acht Kompetenzen der Emotionalen Intelligenz

Reliabilität (Zuverlässigkeit) 

Der Stichprobenumfang beträgt n = 2.457. Die acht Dimensionen des EQ-Tests-1 variieren bezüglich ihrer internen Konsistenz zwischen α = .71 (Folgen eigener Emotionen antizipieren) und α = .86 (Fremde Gefühle steuern bzw. beeinflussen). Die insgesamt 48 Items weisen einen sehr hohen Wert für Cronbachs α von .96 auf. Die Trennschärfenanalyse zeigte auf, dass 36 Items einen Wert von über .5, bezogen auf die jeweilige Sub-Skala, erreichten. Die restlichen zwölf Items erreichten akzeptable Werte. Damit sind die Anforderungen an die Reliabilität erfüllt.

Validität (Testgültigkeit) 

Als Kriteriumsvalidität wurde die Korrelation mit den wichtigsten Items des Gießener Inventars der Umsetzungskompetenz herangezogen. Die Werte liegen zwischen .362 (Fremde Emotionen sicher erkennen) und .633 (Eigene Gefühle steuern (beeinflussen)). Das spricht für einen starken Zusammenhang zwischen der Umsetzungskompetenz (der Fähigkeit Worte in Taten umzusetzen) und der Fähigkeit, die eigenen Gefühle zu steuern.

Mit dem vorhandenen Datensatz durchgeführte konfirmatorische und explorative Faktoranalysen bestätigten einen guten Fit des Modells mit Items (Konstruktvalidität). Nahezu alle Items laden auf einen einzelnen Faktor besonders hoch. Dies bestätigt den Ansatz mit acht Dimensionen (emotionalen Kompetenzen). Somit sind auch kritische Anforderungen an die Validität erfüllt. 

Normierung (Vergleichsdaten)

Die Normierungsstichprobe umfasst insgesamt n = 2.457 Datensätze von Personen aus verschiedenen Bereichen wie Management (Führungserfahrung), Naturwissenschaft und Technik, Unternehmensgröße, Beschäftigungsverhältnis in verschiedenen Altersgruppen und beiderlei Geschlechts. Bei diesem Stichprobenumfang machen es die demographischen Daten möglich, aussagekräftige („repräsentative") Vergleiche mit verschiedenen Zielgruppen in anderen Unternehmen oder Organisationen durchzuführen. Die Vergleichsdaten in Online-Test bestehen aus dem Durchschnitt aller Teilnehmer.  

EQ-Test 2: Stress durch emotionale Belastungen schneller und wirksamer überwinden

Reliabilität (Zuverlässigkeit) 

Der Stichprobenumfang beträgt n = 4.957. Die acht einzelnen Subskalen (Selbst-Vorwürfe, Grübeln, Übertreibungen, Andere anschuldigen, Akzeptanz, Auf das Positive fokussieren, Planung und Problemlösung sowie Positive Neubewertung) variieren bezüglich ihrer internen Konsistenz zwischen α = .62 (Auf das Positive fokussieren) und α = .87 (Selbstvorwürfe). Die insgesamt 32 Items weisen einen guten Wert für Cronbachs α von .796 auf. Die Trennschärfenanalyse zeigte auf, dass 19 Items einen Wert von über .5, bezogen auf die jeweilige Sub-Skala, erreichten. Elf Items erreichten noch akzeptable Werte. Zwei weitere werden in späteren Versionen des Tests überarbeitet.  

Validität (Testgültigkeit) 

Als Kriteriumsvalidität wurde die Korrelation mit den wichtigsten Items des Gießener Inventars der Umsetzungskompetenz herangezogen. Die Werte liegen zwischen -0.600 (Übertreibungen) und .489 (Positive Neubewertung). Die großen Unterschiede in den Werten erklären sich dadurch, dass beispielsweise ein Hang zu Übertreibungen negativ, eine stetige Neubewertung positiv mit der Volition (Willenskraft) korrelieren.

Zusätzlich durchgeführte konfirmatorische und explorative Faktoranalysen bestätigten einen guten Fit der Theorie mit den Items und Dimensionen (Konstruktvalidität). Items und Sub-Skalen wiesen mindestens eine durchschnittliche Faktorladung von 0.56 auf.

Normierung (Vergleichsdaten)

Die Normierungsstichprobe umfasst insgesamt n = 4.957 Datensätze von Personen aus verschiedenen Bereichen wie Management (Führungserfahrung), Naturwissenschaft und Technik, Unternehmensgröße, Beschäftigungsverhältnis in verschiedenen Altersgruppen und beiderlei Geschlechts. Bei diesem Stichprobenumfang machen es die demographischen Daten möglich, aussagekräftige („repräsentative") Vergleiche mit verschiedenen Zielgruppen in anderen Unternehmen oder Organisationen durchzuführen. Die Vergleichsdaten in Online-Test bestehen aus dem Durchschnitt aller Teilnehmer.

Über den Autor

Prof. Dr. Waldemar Pelz - Experte für Emotionale Intelligenz und Diagnostik

Wissenschaftliche Leitung & Test-Validierung

Prof. Dr. Waldemar Pelz ist Spezialist für die Entwicklung valider Management-Tests und Leiter des Instituts für Management-Innovation.

Die hier angewandten Verfahren zur Emotionalen Intelligenz basieren auf seiner langjährigen Erfahrung als Leiter der Führungskräfteentwicklung bei einem internationalen Chemie- und Pharmaunternehmen (Sanofi) sowie der empirischen Analyse von über 100.000 Profilen.

Im Fokus steht dabei nicht die theoretische Psychologie, sondern die Messbarkeit emotionaler Kompetenzen für den messbaren Erfolg in der Führungspraxis von DAX-Konzernen und dem Mittelstand.